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Ranga Yogeshwar

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Ranga Yogeshwar


Exposés zu ausgewählten Vorträgen von Ranga Yogeshwar

Unser Umgang mit dem Neuen – Eine Gesellschaft im Umbruch 

 

In keiner Phase der Geschichte hat es einen vergleichbaren Innovationsschub gegeben wie in unserer Zeit. Die Welt wächst in der Folge der neuen technischen Möglichkeiten zu einem vernetzten globalen System hoher Heterogenität zusammen. Dabei liegen Chancen und Risiken eng beieinander. Der gesellschaftliche Umgang mit dem Neuen ist zu einer großen Herausforderung geworden. Bei diesem hohen Innovationstempo suchen Bürger nach Möglichkeiten, das Neue zu begreifen und die gesellschaftlichen und technischen Prozesse im Zusammenhang zu erkennen. Beim Umgang mit dem Neuen erleben wir derzeit den Übergang von der „rücksichtigen“ zur „vorsichtigen“ Gesellschaft.  

Ranga Yogeshwar illustriert anhand vieler Beispiele unseren veränderten Umgang mit dem Neuen und zeigt Wege einer Kultur der Veränderung auf.

Lernen für die Zukunft – Neue Wege der Wissensvermittlung

Unser Bildungssystem ist ein Relikt vergangener Jahrhunderte und bedarf einer dringenden Veränderung. Trotz objektiver, internationaler Vergleichstests wie PISA oder TIMS gibt es nur zögerliche Reaktionen in unserem Land, häufig ohne eine fundierte langfristige Perspektive. Die zukünftigen Anforderungen an unser Bildungssystem steigen und vor allem im globalen Wettbewerb droht unser Land mittelfristig abzufallen.

Ranga Yogeshwar zeigt anhand konkreter Beispiele, wie sich komplexe Sachverhalte besser vermitteln lassen. Hierbei werden Ergebnisse der modernen Hirnforschung aktiv genutzt. Er plädiert für einen radikalen Umbau unseres Bildungssystems. Schule wird dabei in einen Gesamtzusammenhang platziert. Die Wissensvermittlung quer durch die ganze Gesellschaft ist ein zentrales Leitthema unserer Demokratie.

Die Sinnformationsgesellschaft

Herausforderung an den zukünftigen Umgang mit Information und Wissen

Innovationssprünge sind häufig gleichbedeutend mit Krisen in den Unternehmen und in der Gesellschaft. Täglich werden ca. 20.000 wissenschaftliche Artikel veröffentlicht. Im Durchschnitt wird in jeder Minute eine neue chemische Verbindung synthetisiert und alle drei Minuten wird irgendwo auf unserer Welt ein neuer physikalischer Zusammenhang erkannt. Wie verändert diese Wissensexplosion unser Leben? Das Neue bedroht zum Teil das Alte und zwingt zur Veränderung. Doch wie passen die alten Regeln, wenn Schüler plötzlich mehr wissen als Lehrer oder junge Angestellte mehr als ihre alten Chefs?  Information und Wissen haben in einer veränderten Industriegesellschaft einen neuen Stellenwert.  

Der Vortrag zeigt mögliche Konsequenzen eines veränderten Umgangs mit Information auf.   

E(instein) = M(ass) C(ulture)2

 

Albert Einstein ist ein leuchtendes Beispiel für die Kraft des Genies im Zeitalter des anonymen Fortschritts. Sein Leben ist ein Feuerwerk der Nicht-Konformität: Im Jahre 1905 legte er die Grundsteine der modernen Physik. Seine Theorien sind gleichbedeutend mit einer Veränderung unseres Weltbildes. Einstein verachtete den konventionellen Schulunterricht, verblüffte die zweifelnde Fachwelt mit seinen präzisen Vorhersagen der Relativitätstheorie und auch als alternder Mann streckte er dem Establishment die Zunge heraus. Das Phänomen Einstein bringt neue Einsichten in das Konzept eines Genies im 20ten Jahrhundert. Dennoch ist unser Einstein-Bild falsch: Der Vater der Relativitätstheorie war kein Chaot sondern ein besessener scharfsinniger Denker, dessen konsequente Fragestrategie zum Erfolg führte. Einstein ist weder der Erfinder der Atombombe, noch hat er sich mit neuen Raketenantriebssystemen befasst und auch sein Geigenspiel war wohl nur „relativ“ gut. Nur wenig ist bekannt von dem Menschen, der z.B. das Nobelpreisgeld als Unterhaltszahlung an seine erste Frau vergab – bevor der Preis ihm zuerkannt wurde. Heute degradiert Einstein zu einer Werbefigur, deren Vermarktung systematisch vorangetrieben wird. Unser Einstein-Bild nährt sich von der Hoffnung auf eine Wissenschaft welche genial, leichtherzig, menschlich, verantwortungsvoll und losgelöst von Konventionen ist.

Ranga Yogeshwar illustriert in verständlichen Worten Einsteins Beitrag und relativiert unser Bild vom Mann des Jahrhunderts.

Alle Vorträge können auf Deutsch, Französisch oder Englisch gehalten werden.


 

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