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Prof. Dr. Mojib Latif


Prof. Dr. Mojib Latif

ist diplomierter Meteorologe und Doktor der Ozeanographie. 

Mojib Latif ist der mit Abstand meist gefragteste Experte in Sachen Klimaveränderung. Er meint, dass der Mensch die Zunahme von Extremen in der Natur selbst zu verantworten hat. Künftig werden sich auch die Europäer, so Latif, auf Unwetter mit sintflutartigem Regen und lange Trockenperioden einstellen müssen. Durch eine Verringerung der Treibhausgase könne man diese Entwicklung zwar kurzfristig nicht mehr rückgängig machen, aber ein dramatisches Ansteigen der Unwetterkatastrophen sei noch zu verhindern.

Seit 2003 ist er Professor an der Universität Kiel und leitet den Bereich Maritime Meteorologie am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel. Für seine Forschungen hat der Elbestädter mehrere Aufenthalte an berühmten Instituten u.a. in Kalifornien, Florida und Melbourne hinter sich.


Vortragsthemen:

•    Der globale Klimawandel
•    Was macht eigentlich das Ozonloch?
•    Hurrikane, die "göttlichen" Winde

Vortragssprache: Deutsch, Englisch

Für seine Forschungen hat der gebürtige Hamburger mehrere Aufenthalte an berühmten Instituten u.a. in Kalifornien, Florida und Melbourne hinter sich. 2000 wurde er mit dem Max-Planck-Preis für allgemeine Wissenschaften ausgezeichnet.

Das Jahrzehnt 2000-2009 war weltweit das bislang wärmste Jahrzehnt seit mindestens 1.000 Jahren. Latif rechnet je nach Modellrechnungen mit einer Erderwärmung bis 2100 um bis zu 5 Grad. Verglichen mit dem Temperaturanstieg seit der letzten Eiszeit, der in 20.000 Jahren ebenfalls fünf Grad bescherte, sind fünf Grad in rund 100 Jahren als problematisch anzusehen. Die Fröste würden seltener auftreten, gerade auch im Alpenraum und in Tschechien, dafür die Hitzewellen häufiger, und die Extremniederschläge um so heftiger niedergehen. Eine „kleine Eiszeit“ in Mitteleuropa durch das Einschlafen des Golfstroms im Nordatlantik sieht Latif nicht: „Der Treibhauseffekt wird diese mögliche Abkühlung überkompensieren, es wird in Europa eben nicht ganz so extrem wärmer wie in anderen Teilen der Erde“. Deutschland rangiert nach China, den USA, Russland, Japan und Indien auf Platz 6 der größten CO²-Produzenten.


Vita:

Mojib Latif wurde am 29. September 1954 in Hamburg geboren. Das Abitur machte Mojib Latif 1974 am Gymnasium Kaiser-Friedrich-Ufer. Weitere Stationen:
1974 - 1976 Studium der Betriebswirtschaft, Universität Hamburg
1976 - 1983 Studium der Meteorologie, Universität Hamburg
1983 Diplom in Meteorologie
1987 Promotion in Ozeanographie, Universität Hamburg
1989 Habilitation für das Fach Ozeanographie, Universität Hamburg
1983 - 1988 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut in Hamburg
1989 - 2002 Privatdozent am Max-Planck-Institut in Hamburg
seit 2003
Professor an der Universität Kiel und Leiter des Bereichs Maritime Meteorologie am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel







Forschungsgebiete:

•    Jahreszeitliche Klimavariabilität
•    dekadische und Jahrhundert-Klimavariabilität
•    anthropogene Einflüsse auf das Klima
•    Entwicklung von Klimamodellen


Auszeichnungen (Auswahl):

2000 Sverdrup Gold Medaille der AMS (Amerikanische Meteorologische Gesellschaft)
2000 Auszeichnung der Max-Planck-Gesellschaft für „Öffentliche Wissenschaft“
2002 Ehrenmitglied der Amerikanischen Meteorologischen Gesellschaft
2004 DUH-Umwelt-Medienpreis 2004: Kategorie "Lebenswerk" (der Deutschen Umwelthilfe)2015 2015 Deutscher Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU)
2016 Verdienstorden des Landes Schleswig-Holstein
Mojib Latif erhielt 2015 aus der Hand des Bundespräsidenten den Deutschen Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). In der Laudatio heißt es u.a.: „Er reißt mit, rüttelt auf. Er ermuntert und ermutigt Laien wie Experten, sich mit den Herausforderungen des Klimawandels auseinanderzusetzen. Er ist eine der herausragenden Persönlichkeiten der Klimaforschung, ein Wissenschaftler, der Wissen schafft und die komplexen Sachverhalte in eine verständliche Sprache übersetzt. Ein Klimaexperte, der immer Lösungswege liefert als Ausdruck seiner persönlichen Sorge und seines persönlichen Engagements.“


Ehrenämter (Auswahl):

Vorsitzender des Deutschen Klima-Konsortiums (DKK). Das DKK repräsentiert die wesentlichen Akteure der deutschen Klima- und Klimafolgenforschung.
Präsident der Deutschen Gesellschaft Club of Rome (DGCoR)


Mitgliedschaften

Deutsche Meteorologische Gesellschaft (DMG)
Amerikanische Meteorologische Gesellschaft (AMS)
Akademie der Wissenschaften in Hamburg
Exzellenzcluster "Ozean der Zukunft" der Christian Albrechts Universität zu Kiel
Deutsche Gesellschaft CLUB OF ROME


 

http://www.gastreferenten.de/meinungen/

 
 
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